Christian Wahi

gandhi

Sie googelten Christian Wahi !

// Bericht über Schmähkritik & Rufschädigung durch diverse Internetportale

Vorwort

In Zeiten des Internets ist google eine Macht geworden. Wer zum Beispiel seinen „guten Namen“ googelt findet zahlreiche Berichte über sich selbst, oder über Freunde, Bekannte und Geschäftsleute.

 

Ich als Christian Wahi

habe Kritik sowie schlechte Reputation von beiden Seiten bekommen. Jetzt ist zum Glück die öffentliche Presse aufmerksam geworden. Diese berichten, wie Sie Ihre Dienste zwecks „Dauerverträge“ anbieten.

Schauen Sie sich den Bericht der Tagesschau über GOMOPA an

 

Quelle Tagesschau.de

Vorwürfe gegen Finanzdienstleister GoMoPa Geschäftsmasche Prangerwirkung?

Hat der Finanznachrichtendienst Goldman, Morgenstern und Partners Dutzende deutsche Investmentfirmen massiv unter Druck gesetzt? Unterlagen, die NDR und „SZ“ einsehen konnten, zeigen ein System, in dem Schmähkampagnen und Drohungen offenbar zum Alltag gehören.   
Von Peter Hornung und Benedikt Strunz, NDR
Der Graue Kapitalmarkt ist in Verruf geraten.
Denn hier – im unregulierten Markt für Immobilienfonds, Nachrangdarlehen
oder Edelmetallanlagen – tummeln sich neben seriösen Anbietern auch
zahlreiche Abzocker, die darauf hoffen, das schnelle Geld zu machen.
Jahr für Jahr verlieren gutgläubige Anleger so Dutzende Milliarden Euro.
Gut also, wenn es Firmen gibt, die dabei helfen, die Spreu vom Weizen
zu trennen.
Goldman, Morgenstern und Partners LLC (GoMoPa)
behauptet von sich selbst, so eine Firma zu sein. Der im Jahr 2000
gegründete Internetdienst mit dem wohlklingenden Namen und einem
offiziellen Firmensitz in New York will angeblich „durch aktive
Aufklärung und permanente Transparenz nachhaltig zur Betrugsprävention
in Wirtschaft und Gesellschaft“ beitragen. In Online-Artikeln berichtet
GoMoPa über den Grauen Kapitalmarkt, das GoMoPa-Tochterunternehmen
Scoredex bewertet die Seriosität von Firmen mit einem Index – nach
eigenen Aussagen „so objektiv wie nur möglich“.

Rechercheverbund

Die investigativen Ressorts
von NDR, WDR und „Süddeutscher Zeitung“ kooperieren unter Leitung von
Georg Mascolo themen- und projektbezogen. Die Rechercheergebnisse, auch
zu komplexen internationalen Themen, werden für Fernsehen, Hörfunk,
Online und Print aufbereitet.

„Natürlich fühle ich mich von denen erpresst“

Soweit die Theorie. Doch die Geschäftspraxis von
GoMoPa sieht offenbar anders aus. Objektivität oder Verbraucherschutz
scheinen GoMoPa-Gründer Klaus Maurischat nicht so sehr am Herzen zu
liegen. Vielmehr hat der Deutsche in den vergangenen 15 Jahren offenbar
ein System geschaffen, das die Prangerwirkung des Internets nutzt, um
damit Geld zu verdienen.
Dieser Verdacht ergibt sich aus Hunderten
internen Unterlagen, die NDR und SZ einsehen konnten. Zu den
Geschädigten gehören Dutzende deutsche Firmen, viele von ihnen sind
viele Millionen schwer. Karl Kärtner* (*Name geändert) ist einer von
ihnen. „Natürlich fühle ich mich von denen erpresst“, sagt der
Geschäftsmann.
Insider beschreiben das Geschäftsmodell von
GoMoPa folgendermaßen: Maurischat und seine Truppe sollen
Investmentfirmen unter Druck setzen, indem sie negative Schlagzeilen
produzieren. Im Netz verbreiten sich Nachrichten über möglicherweise
bevorstehende Insolvenzen, dubiose Geschäfte oder mögliche
Schneeballsysteme schnell und lassen Anleger nervös werden. Firmen, die
wollen, dass derartige Negativschlagzeilen wieder aus dem Netz
verschwinden, müssen angeblich zahlen. Und zwar kräftig. Im Fall von
Karl Kärtner sollen 30.000 Euro geflossen sein. Und dabei ist Kärtner
anscheinend günstig davon gekommen.
GoMoPa selbst stellt sein Geschäftsmodell ganz
anders dar. Man sei ein „Finanznachrichtendienst“ und verstehe sich
„nicht als publizistisches Organ, sondern als Unternehmensberatung“
speziell für den Graumarkt. Dennoch legitimieren sich GoMoPa-Mitarbeiter
mit von der Gewerkschaft ver.di ausgestellten Presseausweisen. Für
seine „Exklusivkunden“ sei GoMoPa jedenfalls „eine Art
Gefahren-Früherkennungssystem“ und leiste „strategische Beratung für
öffentlichkeitsrelevante Fragen und Aufgabenstellungen“.

Dubiose Beraterverträge für Tausende Euro

NDR und „SZ“ liegen insgesamt mehr als ein
Dutzend derartiger „Beratungsverträge“ vor, die unterschiedliche
Unternehmen mit der Firma abgeschlossen haben. Fast immer wusste GoMoPa
dabei vor Vertragsabschluss Negatives über die jeweiligen Firmen zu
berichten. Kurz nach Vertragsabschluss verschwinden diese Artikel dann
stets aus dem Netz. Mal zahlen Firmen für den Service von GoMoPa 1500
Euro im Monat, mal sind es 5000 Euro.
Die  Deutsche Immobilien und Grundbesitz AG (DIG
AG) erhielt für die Nutzungsrechte an dem Artikel „Deutsche Immobilien
und Grundbesitz AG – Renditesystem oder Schneeballsystem“ zum Beispiel
eine Rechnung über 130.000 Euro. Eine Anfrage zu dem Vorgang ließ das
Unternehmen unbeantwortet.
Ohnehin möchte sich zu dieser Praxis öffentlich
niemand äußern. „Die machen dich fertig, da hast du keine Chance“, sagt
ein GoMoPa-Kunde, der ebenfalls anonym bleiben will. Derartige
Einschätzungen sind offenbar nicht ganz aus der Luft gegriffen. Denn wer
seine monatlichen GoMoPa-Rechnungen nicht umgehend bezahlt, dem wird
mit dem Internetpranger gedroht.
In einer Mail die NDR und „SZ“ vorliegt, schreibt
Maurischat an die Proven Oil Canada (POC): „Wenn ich jetzt schreibe,
dass Abzocker eben Abzocker bleiben, dann wäre das doch nicht
verwunderlich“. Maurischat bestreitet, dass „diese Mail eine derartige
Formulierung enthält“. In einer anderen Mail erklärt Maurischat einem
Kunden, dass er mit aller Konsequenz gegen Schuldner vorgehe: „Ich bin
da sehr resolut – wie GoMoPa.“

Auch kritische Journalisten werden angegangen

Doch der „Service“ von Klaus Maurischat geht
offenbar noch weiter. Denn GoMoPa schreibt Firmen nicht nur „runter“,
sondern auch „rauf“. So etwa die Firma Erneuerbare Energien Versorgung
AG (EEV AG). Nach einem kritischen Bericht der „Hannoverschen Allgemeinen Zeitung“ (HAZ) gemeinsam mit dem Radiosender NDR Info beauftragt die EEV AG GoMoPa mit der strategischen Beratung „bei Auseinandersetzungen mit Dritten“.
Über einen HAZ-Journalisten, der an den
Recherchen zur EEV AG beteiligt war, bricht daraufhin eine
Internetkampagne herein, in der ihn GoMoPa in die Nähe von angeblichen
Kriminellen rückt.
In einer Mail von GoMoPa an die EEV AG vom
15.09.14 heißt es dazu: „Ihre Betreuung erweist sich als weitaus
problematischer als ursprünglich angenommen. Durch unsere ‚Gefechte‘
gegen die HAZ und Ihren Chefjournalisten werden wir in ‚Grabenkämpfe‘
mit hineingezogen, die wir nicht zu verantworten haben“. GoMoPa hebt
deshalb das Beratungshonorar von 1000 auf 5000 Euro an.
Die EEV bestätigt dies und erklärt hierzu, man
habe mit GoMoPa einen Beratungsvertrag abgeschlossen, da man sich einer
Pressekampagne ausgesetzt gesehen habe. Auch der selbsternannte
Finanznachrichtendienst bestätigt den Vertrag, erklärt aber, man habe
die angegebenen Artikel nicht im Auftrag der EEV verfasst.
Wie dem auch sei, „Gefechte“ mit GoMoPa haben
bereits mehrere deutsche Journalisten erlebt, egal ob es Reporter des
NDR Medienmagazins ZAPP, der „SZ“ oder des Internetportals „Börse
Online“ sind. Wer in der Vergangenheit kritisch über Maurischat und
seine Truppe berichtete, der musste mit heftigen Attacken im Netz
rechnen.

Firmensitz der EEV AG (Bildquelle: NDR)

galerie

Von GoMoPa „hochgeschrieben“? Die EEV AG

Adresse in New York hebelt deutsches Presserecht aus

Sofern sich Geschädigte nicht dazu entschließen,
strafrechtlich gegen diese Praxis vorzugehen, wird sich am System GoMoPa
mutmaßlich wenig ändern. Denn ganz bewusst hat GoMoPa einen Firmensitz
in New York gewählt. Auch wenn es sich dabei lediglich um eine
Briefkastenfirma handelt, kann auf diese Weise das deutsche Presserecht
ausgehebelt werden. Einstweilige Verfügungen, die einen
ehrabschneidenden oder falschen Bericht verbieten würden, können somit
in Deutschland nicht zugestellt werden.
Künftig wird Maurischats System sogar noch
effizienter. Die deutsche Tochterfirma der GoMoPa, die GoMoPa GmbH,
wurde gerade aufgelöst. „Aufgrund einer Gesetzeslage, die unsere
Unabhängigkeit jedenfalls teilweise einschränkt, bevorzugen wir es, mit
einer ausländischen Unternehmung zu agieren“, so GoMoPa-Chef Maurischat
zu NDR und „SZ“.
In einer E-Mail an die Teilhaber der GoMoPa ist
Maurischat etwas offener. Die deutsche Tochter werde aufgelöst, weil
„wir keine zustellungsfähige Adresse für die Goldman & Morgenstern
Partners LLC mehr in Deutschland möchten“.